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Mein Wien – Insidertipps : Joseph Brot

Da der März bald vorbei ist, hab ich schneller als gedacht einen weiteren Insider-Tipp aus meinem „Mein Wien“ Special für euch. Wobei Insider-Tipp da wohl nicht die richtige Bezeichnung ist. Ich denke es gibt nicht viele Wiener hier, die den Joseph nicht kennen. Also nicht persönlich, aber zumindest das, was er bäckt…
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Um zu verstehen, warum gerade der Joseph mein zweiter Insider-Tipp ist, muss ich ein wenig weiter ausholen..
Ich bin ursprünglich aus Kärnten, dem südlichsten Bundesland von Österreich. Wenn die Kärntner eines können, dann ist es Brot backen…. okay..  und Speck machen. Die ersten knapp 18 Jahre meines Lebens hab ich in Kärnten verbracht und war es gewohnt eine gute Scheibe Brot zum Frühstück, zur Jause, zum Abendbrot und zwischendruch zu essen. Dann zog ich nach Wien, mit der Selbstverstänlichkeit gutes Brot zu essen und war enttäuscht als ich sah, dass es die Wiener nicht so gut können, wie die Kärntner. Das Brot ist zwar knusprig und lecker – wenn frisch gekauft, wehe aber man möchte sich nach ein oder zwei Tagen eine Scheibe runterschneiden! Entweder es schimmelt, oder es ist bereits so hart, dass einem das Mehl um die Ohren staubt. Wenn beide Varianten nicht zutreffen, dann wird das Brot einfach nur labbrig und geschmacklos – also keine Spur mehr von Brot – Genuss.
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So begann ich auf Vorrat Brot aus Kärnten mitzuschleppen und dies im Gefrierschrank zu horten, damit ich immer eins da hab, wenn mich die Brotes-Lust überkommt. Leider ist mein Tiefkühler platztechnisch begrenzt, was immer dazu führte, dass die gehorteten Schätze bald wieder alle waren.
Nun leb ich schon fast so lange in Wien wie ich in Kärnten gelebt habe und endlich, endlich!!!! hab ich hier gefunden wonach ich bis dato vergeblich gesucht hab.
Ein Brot, dass nicht nur am Tag des Backens genießbar ist, das länger haltbar ist, eine knusprige, braune Kruste hat und einfach himmlisch gut schmeckt. Dafür möchte ich dem Joseph von Herzen danken – er hat ein brotverrücktes Kärntnermädel ganz schön happy gemacht…
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Aber ihr wisst ja noch nicht mal das Beste daran! Die Schwarzbrote vom Joseph sind alle aus Sauerteig gefertigt (das einzig Wahre!) und werden doppelt gebacken – sprich zweimal, was die Brotrinde unvergeichlich lecker und knusprig macht.  Alle Zutaten sind Bio, aus Österreich, und frei von künstlichen Zusätzen. Jeder Bissen ist ein Genuss.

Mein Lieblingsbrot ist übrigens das Altwiener Hausbrot. Ich bitte die Verkäuferin immer, mir das dunkelste einzupacken, das sie finden kann. Wenn ihr also mal dort seid und es gibt gerade keinen dunklen Laib, dann wisst ihr, dass ich gerade dort war ;)
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Beim Joseph gibt es aber nicht nur lecker Brot, sondern auch viele andere g’schmackige Sachen, wie zum Beispiel Brotaufstriche, Milch, Smoothies, selbstgemachtes Müsli, Honig und vieles andere mehr. Alles von österreichischen Herstellern, ohne Konservierungsstoffe, Bio und wunderschön verpackt.
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Joseph gibt’s in Wien gleich zweimal – die Brotboutique im ersten Bezirk in der Naglergasse Nr. 9 sowie die Bäckerei/Bistro/Pattisserie im 3. Bezirk auf der Landstraßer Hauptstraße Nr. 4. Zusätzlich bekommt man mittlerweile in vielen Wiener Restaurants und Lokalen Joseph Brot zum Essen, was mich natürlich besonders freut, weil ich dort auch meiner Brotes- Lust fröhnen kann :) Hier die Liste zum Nachsehen *klick*
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Um nochmals auf das Bistro im 3. Bezirk zurückzukommen! Die Einrichtung ist freundlich, clean mit viel warmen Holzelementen. Die Sitzplätze sind begrenzt und heiß begehrt. Manchmal hat man Glück und bekommt sofort einen Sitzplatz, manchmal muss man aber auch ein wenig Geduld haben. Zum Frühstücken treffe ich mich dort sehr gern mit Freunden, denn neben der Standardkarte, die sehr leckere Gerichte bietet, gibt es zusätzlich täglich wechselnde, saisonale Gerichte die in der Schauküche zubereitet werden.
Das Personal ist sehr freundlich und hilfsbereit, kurzum es macht einfach Spaß dem Joseph einen Besuch abzustatten.
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Eins meiner Lieblingsgerichte auf der Frühstückskarte ist das belegte Brot mit Kräuter, Spinat und pochierten Eiern. Das warme, getoastete Schwarzbrot schmeckt in Kombination mit den Eiern, den Wildkräutern und der Kresse einfach himmlisch. Dazu empfehle ich euch einen Smoothie – am liebsten mag ich den mit den Acai Beeren und sowie es sich für Wien gehört – eine Melange !
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Falls ihr mal in Wien zu Besuch seid, solltet ihr also dem Joseph unbedingt einen Besuch abstatten. Es gibt wirklich alles,was das Herz begehrt ! Süßes und Saueres, was für den kleinen Hunger und auch für den etwas größeren, Schokoladiges und Herzhaftes, Gesundes und Extragesundes…

Ich wünsch euch eine schöne Restwoche und schick euch liebe Grüße !

Melanie

JOSEPH GENUSS
Landstraßer Hauptstraße 4
1030 Wien

MO-SA 7.30 – 21.00 UHR
SO / FEIERTAGS 8 – 17.00 UHR

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3 Kommentare

  1. Als ebenfalls Kärntner-Mädl kenn ich das Brot-Problem ;) – na dann werd mich mal schauen wie mir das Altwiener Hausbrot schmeckt. Deine Fotos und Beschreibungen lassen mir das Wasser im Mund zusammenlaufen ;).

  2. Als gebürtige Wienerin, die vor 10 Jahren Wien „den Rücken zugewandt hat“, bin ich auf meinen kurzen Heimatbesuchen gefühlte unzählige Male am Joseph in der Naglergasse vorbeigekommen. Doch entweder komme ich Sonntags vorbei oder es hat sich eine lange Schlange gebildet… Es hilft nichts, ich muss auf meinem nächsten Wienbesuch unbedingt beim Joseph vorbeischauen – das habe ich mir fix vorgenommen. Danke für Deinen tollen Bericht. Mir läuft das Wasser im Mund zusammen (so wirklich gutes Brot ist in Zürich schwer zu finden).

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