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{Homestory} Zu Besuch bei Mademoiselle Fee

Durch meinen Job als Fotografin komm ich regelmäßig in den Genuss inspirierende und talentierte Menschen kennen lernen zu dürfen. Sei es Floristen, die die schönsten Brausträuße und Tischgestecke zaubern, Kalligrafen, die das Schönschreiben auf ein neues Level heben oder Stylisten & Dekorateure, die der Hochzeit optisch den letzten Schliff verpassen (um nur einige der vielen Dienstleister zu nennen, die den schönsten Tag im Leben noch schöner machen). Eine davon ist die liebe Stefanie von Mademoiselle Fee. Ihres Zeichens Eventdesignerin, die es sich zur Aufgabe gemacht hat Brautpaare an ihrem Hochzeitstag mit Deko & Design zu unterstützen. So eine kreative Person, die tagtäglich mit den schönen Dingen des Lebens zu tun hat, wohnt bestimmt auch schön, denkt ihr nun. Nun ja, ihr liegt richtig! Ich freue mich euch nun eine weiteres Zuhause aus meiner berühmten Serie Wiener Wohnsinnigen Homestories zeigen zu dürfen: Zu Besuch bei Mademoiselle Fee .
Zu Besuch bei Mademoiselle Fee
Liebe Stefanie, zuerst einmal danke dass du uns in dein schönes Zuhause eingeladen hast.
 Erzähl mal, wie groß ist denn eure Wohnung und mit dem teilst du dir denn dein schönes Heim überhaupt?
Gerne! Es ist super, dass du da bist und ich freu mich sehr, dass du unsere Wohnung zeigst!
Unsere Wohnung ist 120m2 groß. Mein Mann und ich leben hier mit unsern beiden Söhnen,10 und 6 Jahre alt.
Zu Besuch bei Mademoiselle Fee
Das erste, was mir aufgefallen ist, ist die Farbe Türkis, die sich wie ein roter, äh türkiser Faden durch eure Räume zieht. Sei es ein Möbelstück, Porzellan, ein Kissen oder die Vorhänge. Magst du die Farbe besonders gern oder ist das eher durch Zufall entstanden?

Ja, Türkis und auch Mint sowie andere Blautöne sind bei uns sehr stark vertreten.
 Bei unserem Umzug hierher war die Frage: nehmen wir unsere hellbraunen Möbel mit oder kaufen wir neue? Wir haben uns entschieden, sie zu behalten und selbst zu streichen – ein Sommer-DIY-Projekt also. Miami Milk, also ein ganz weiches Mintgrün, haben wir gemischt mit Copenhagen Blue, daraus wurde dann teilweise auch Türkis. ;-)
 Die Farben haben mein Mann und ich zusammen ausgewählt, eigentlich sogar mehr er als ich.
 Die restlichen Accessoires habe ich dann im Nachhinehin dazu gekauft.


Du verdienst dir mit Hochzeitsdekoration deine Brötchen! Wie kann man sich das genau vorstellen und wieviel von diesem Know-How fließt dann ins eigene Zuhause ein? Und wieviel hat dann eigentlich der Herr des Hauses mitzureden?

Stimmt – ich arbeite als Event-Designerin, dekoriere also Feste aller Art, hauptsächlich Hochzeiten. Auch Geburtstage und Gartenfeste sind immer wieder dabei.
 In Zeiten von Pinterest wünscht sich jede Braut eine ganz besondere Dekoration für ihre Hochzeit. Oft wissen die Paare dann nicht, wie sie aus einer Flut von Inspirationsbildern einen (auch leistbaren ;-) schönen Rahmen für ihren großen Tag zusammenstellen sollen.
Meine Kunden bekommen daher von mir ein detailliertes Dekorationskonzept, und ich erstelle ein Mood-Board. Mir ist es ganz wichtig, die Persönlichkeit und den Geschmack meiner Kunden in meiner Dekoration widerzuspiegeln. Auf dem Weg zum Fest begleite ich meine Kunden mit Tipps, ich kaufe Dekoration ein und verleihe auch meine Accessoires. Bei der Feier selbst schmücke ich den Saal, den Trauungsort, baue Sweet Tables auf, also Desserttische und vieles mehr. 
Ich habe schon immer dekoriert, sogar als kleines Mädchen ;-) Daher verschwimmt die Grenze zwischen dekorieren daheim und beruflichem Styling. Das Gefühl für schöne Dinge bekommt man in die Wiege gelegt, denke ich.
Wenn mir etwas gefällt, probiere ich es oft daheim aus und erweitere dann meinen Mademoiselle Fée-Fundus um diese Accessoires.
 Mein Mann und ich ergänzen uns gut, was das Interieur angeht: Er mag so wie ich schönes Design, hat auch beruflich immer wieder mit Interior Design zu tun und Freude am Einrichten. Und ein schönes Zuhause ist im wichtig. Da habe ich also Glück!


Tut man sich beim Einrichten und Dekorieren der eigenen Wohnung eigentlich leichter,wenn man beruflich ein Auge für das Schöne und viel mit der Materie zu tun hat?

Ich denke schon. Meine liebe Nachbarin hat vor kurzem unsere Blumen gegossen, als wir auf Urlaub waren. Danach hat sie mir gesagt, sie hätte auch gerne ihr Zuhause so schön eingerichtet, hat aber einfach keine Hand dafür. Das höre ich sowohl im Privaten als auch von meinen Kunden und Kollegen in der Branche. Ich hab den Luxus, so viele schöne Orte und Dinge zu sehen – da ist es einfach, daheim etwas Besondres zu zaubern. Manchmal natürlich auch gefährlich ;-)


Wieviel lässt du dich von Magazinen und Interiorblogs inspirieren? Nimmt das auf das Einrichten und Dekorieren Einfluss oder hattest du da schon genaue Vorstellungen von Anfang an?

Früher habe ich viele Wohnzeitschriften gelesen, Schöner Wohnen zum Beispiel. Wir haben Freunde in Australien – die Zeitschriften dort sind einfach wunderbar, der Stil ist ganz anders als hier. Momentan komme ich leider kaum zum Lesen. Bei Westwing schaue ich immer wieder rein, manchmal auch bei Impressionen.
 Mein Mann hat eine Schwäche für Skandinavisches Design, da schauen wir immer wieder mal online zusammen Möbel an. oder er bringt von seinen Reisen Architectural Digest mit.
 Teilweise beeinflusst mich schon, was ich da sehe. Oft finde ich auch beim Bummeln zufällig schöne Stücke. Ich bin ein sehr haptischer Mensch und fasse die Dinge, die mir gefallen, gerne an.
 Umgekehrt inspirieren mich auch meine Hochzeiten – ich habe ja selbst auch Besuch und schmücke dann unseren eigenen Tisch.


Du hast ja erwähnt, dass ihr in eine größere Wohnung gezogen seid. Wie gestaltet sich so ein Umzug? kauft man unweigerlich mehr Möbel ein, weil man weiß dass man mehr Platz hat? Wie hat sich der Umzug und die Planungsphase bei euch abgespielt?

In unserem Fall haben wir für mein neues Arbeitszimmer eine Couch gekauft und einen Kasten. Und einen neuen Teppich für den Spielbereich der Kinder im Wohnzimmer.
 Sonst haben wir alles eins zu eins mitgenommen und außer neuen Haken in der Gardarobe nichts gekauft – wir genießen den zusätzlichen Platz!
 Für den Umzug selbst haben wir eine Firma engagiert – ich trage beruflich schon genug ;-) und das Kisten befüllen ist sowieso auch viel Arbeit.
 Wir haben uns vor dem eigentlichen Umzug ein paar Mal die neue Wohnung angesehen und dann anhand des Plans abgeschätzt, ob die alten Möbel weiterhin passen. Das Einrichten haben wir dann statt am Papier in der Wohnung selbst gemacht – in Echtzeit oder im Real Life sozusagen. Einfach ein bisschen probiert.


Wo kaufst du gern Möbel und Dekoration ein? Hast du ein paar Tipps für uns?

Möbel kaufen wir teils wirklich bei Ikea – die Buben haben noch keinen Sinn für teures Design hahaaa. 
Ein Teil unserer Möbel stammt noch aus der allerersten Wohnung meiner Eltern (der Esstisch und die Stühle dazu, Beistelltische. Das sind dänische Teakmöbel.) Die Couch ist von Minotti, wir lieben sie und werden sicher etwas Ähnliches kaufen, wenn die Kids älter sind. Ich habe sie im Jahr 2000 für meine allererste Wohnung gekauft, damals um eine für mich unvorstellbar hohe Summe von 35.000 Schilling! ;-) Sie hat alle Umzüge und zwei Babys überstanden – und ist so bequem.
Sonst kaufe ich am Flohmarkt – beispielsweise unseren Servierwagen, auf dem die Hausbar Platz gefunden hat, und die beiden Stahlrohr-Stühle dazu.
 Accessoires kaufe ich ebenfalls am Flohmarkt, oder bei Depot, Nanu Nana – teilweise auch im Scandinavian Design House.
Im Geheimen träume ich davon, daheim alles umzustylen, wenn mein Mann und ich nur noch zu zweit wohnen. Dauert ja nur noch 15 Jahre hihi! Bin schon gespannt, was uns dann gefällt!

Du kommst ja viel herum in Wien. Was sind deine ultimativen Wien-Tipps in Sachen Sightseeing, Shopping und Essen?

Sightseeing: natürlich der gesamte Erste Bezirk – die Innenstadt zu Fuß erkunden und dann vielleicht noch eine Fahrt mit dem Fiaker – das ist fast ein Must – wie die Gondeln in Venedig. Besonders schön finde auch den 8. Bezirk. Dort findest du das Crème de la Crème – mit super leckeren Desserts.
 Im Fabios gibt es ein unglaublich gutes Steak, wirklich tolles Service in der Catinetta Antinori in der Jasomirgottstraße gegenüber vom Stephansdom. Da bin ich auch nostalgisch – mein Mann hat mir dort seinen Heiratsantrag gemacht!
Das Yume in der Bergmillerstraße 3 hat seit Jahren unser Lieblings-Sushi.

Shopping: Ohje, ich komme kaum zum Shoppen. Mein Lieblingsrock kommt von Glamrock in der Seilergasse im Ersten. Sonst kann ich nur raten, Sale in kleinen Boutiquen nützen!

Vielen Dank für das Interview und den tollen Einblick in dein schönes Zuhause liebe Stefanie, es war sehr nett dich mal „anders“ kennen zu lernen.

Ich hoffe euch hat die Homestory gefallen und euch inspiriert. Weitere Einblicke findet ihr übrigens hier.  Im Dezember hab ich noch eine für euch, auf die ich mich besonders freue: ein echtes Designhaus –  ihr dürft also gespannt sein!
Alles Liebe,
Melanie

PS: Fragen zu Möbelstücken etc leite ich gern an Stefanie weiter und beantworte sie sobald als möglich unter euren Kommentaren.

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