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das traumhafte Haus von Anna’s Laden

Meine erste Homestory im neuen Jahr hat mich und meine beiden Töchter über die Grenzen Wiens in einen kleinen Vorort von Krems, Niederösterreich, in in das traumhafte Haus von Anna’s Laden geführt. Dort wohnt ein frisch verheiratetes Ehepaar, das nicht nur ein einzigartiges Eigenheim hat, sondern auch tatkräftig mitgeholfen hat ihren Traum vom Haus zu verwirklichen. Jeder Ziegelstein wanderte durch ihre Hände, von der Planung über die Umsetzung, die beiden waren mit von der Partie.

Jürgen –  der Herr des Hauses (oder soll ich besser sagen „Bob der Baumeister“) realisiert beinahe alle Wünsche, die seine Anna in Sachen (Einbau)Möbel hatte. Anna, Niederösterreich’s Vintagemöbel-Queen ist nicht nur die gute Seele des Hauses, sondern zeigt sich auch für das Mobiliar und die Deko zuständig. Sie betreibt neben ihrem Vollzeitjob einen kleinen aber feinen Laden für Vintage Möbel. (mehr dazu weiter unten im Interview). Nun aber heißt es Vorhang auf für das traumhafte Haus von Anna’s Laden !
das traumhafte Haus von Anna's LadenLiebe Anna, lieber Jürgen, Zuerst einmal Danke dass wir bei euch in eurem wunderschönen Haus zu Besuch sein dürfen.
 Erzählt mal, wie lange wohnt ihr denn schon in eurem Traumhaus? Wie groß ist es und wie hat sich das Bauen gestaltet?!

Wir freuen uns sehr dich und deine süßen Töchter bei uns zu haben und danken auch dir für euren Besuch bei uns am Land ;-) 
Wir wohnen mittlerweile seit mehr als fünf Jahren in unserem Haus. Gleich nach dem Einzug haben wir eine Einweihungsparty veranstaltet, wo ich gleichzeitig auch meinen 30er gefeiert habe. Das war wirklich schön und somit tat der Runde auch nicht so weh ;) Zum damaligen Zeitpunkt waren wir mit dem Haus innen und außen schon ziemlich fertig, der Garten und alles rundherum war aber noch eine ziemliche Baustelle. Das gingen wir dann nach und nach an.

Wir wohnen auf etwa 180 m2 gegliedert in Erdgeschoss und unseren Halbstock. Der beheizte Keller beinhaltend die Garage, das Heimkino sowie einen zusätzlichen Abstellraum, umfasst zusätzlich 90 m2. Und trotzdem denken wir uns manchmal, dass wir viel zu wenig Platz für all unsere Sachen haben oder aber sammeln wir zu viel, ich weiß auch nicht.

Das Hausbauen hat uns wirklich Spaß gemacht, es war eine tolle Zeit. Vor allem weil wir von Anfang an bei der Planung mit unseren befreundeten Architekten mitgewirkt haben und somit jedes Detail kannten und später fast jeden Ziegelstein in der Hand hatten. :)
Ich liebe die Case Study Houses der 60er Jahre aus L.A. und habe mich hiervon auch ganz viel inspirieren lassen. Deshalb haben wir versucht diese Offenheit und die nahtlose Übergänge auch bei unserem Haus einzubringen, auch wenn wir nicht an einem Hang wohnen. ;)

Zum Hausbau an sich: da wir selbst gebaut haben, haben wir viel Eigenleistung & Herzblut investiert. Manche Arbeiten, wie z.B. Fenstermontage, Installationen usw. haben wir natürlich den Profis überlassen. Da wir aber beide sehr gerne herumwerkeln, hat es uns gar nicht gestört, dass wir fast all unsere Wochenenden und freien Tage auf unserer Baustelle verbracht haben, oft nur zu zweit, da wir unsere Freunde & Familie auch nicht allzu oft einspannen wollten.
Case Study Houses inspiriertes wohnsinniges Zuhause in Niederösterreich Case Study Houses inspiriertes wohnsinniges Zuhause in NiederösterreichWie seid ihr beim Einrichten des Hauses vorgegangen? Habt ihr die Möbel nach dem Bad oder Küche ausgewählt oder war es eher umgekehrt?


Viele Einrichtungsideen und -möbel wurden tatsächlich schon beim Planen des Hauses mitberücksichtigt und mit eingeplant. Wie zum Beispiel unsere Küche… ich wollte immer eine minimalistische weiße Küche, die trotz des großen Küchenblocks nicht allzu wuchtig im Wohnraum wirken soll. Deshalb haben wir unsere Hochschränke in der Wand eingebaut und wir haben bis auf dem Block auch keine Abstellflächen. Auch der Dunstabzug wurde so ausgewählt, dass er uns beim Kochen die Sicht hinaus in den Garten nicht verstellt.
Alle Küchengeräte und Vorratssachen sind bei uns in der Speis’, die gleich hinter der Küche ist, versteckt. Ich mag es überhaupt nicht, allzu viele Sachen herumstehen zu haben. Es muss eher clean sein ;)

Aber auch andere Möbel haben wir zumindest grob mit dem Haus fix mitgeplant, wie z.B. unseren großen Esstisch, den Jürgen selbst gebaut hat oder auch das Badmöbel, welches wir von einem Tischler aus unserer Ortschaft fertigen haben lassen. Die Silestone Abdeckplatte des Badmöbels stammt z.B. aus dem Überbleibsel von Mama’s Küchenplatte und wurde von uns gleich verwertet.

Da wir bei der Einrichtung wie z.B. der Küche und dem Bad eher clean geblieben sind, konnte ich meine Leidenschaft für alte 60er Jahre Möbeln voll auskosten und da lässt mir Jürgen zum Glück auch freie Hand und vertraut auf meinem Geschmack. Und so findet man bei uns ich in jedem Raum ein altes Möbelstück, welches ich mit den modernen Möbeln mixe.
das traumhafte Haus von Anna's Laden Anna, du hast ja einen Shop wo du alte Möbel verkaufst die du zuvor restaurierst und wieder hübsch machst. Wieviel von deiner Leidenschaft fließt ins eigene Zuhause ein und wo kann man die guten Stücke eigentlich live betrachten?


Ooooh ganz viel. Ich wähle auch nur Möbelstücke aus, die ich selbst auch in unserem Haus hinstellen würde. Nur so kann ich meine Leidenschaft beim Aufbereiten und hübsch machen dieser Stücke voll ausschöpfen. Ich muss gestehen, dass ich mich manchmal auch wirklich schwer von manchen Stücken trenne. Aber spätestens wenn ich die vielen lieben Kunden von mir kennen lerne, weiß ich, dass die Möbelstücke genauso wertgeschätzt werden wie von mir und dann fühlt es sich wieder gut an, sich zu trennen.

Da ich Anna’s LADEN nur neben meiner Vollzeitarbeit in Wien betreibe, habe ich auch noch keine eigenen Räumlichkeiten für mein Laden. Alle Stücke können bei uns zuhause nach Vereinbarung besichtigt werden – ich habe hierfür im Obergeschoss unseres Hauses die Kinderzimmer zweckentfremdet. ;)
Vintage Möbel von Anna's LADEN Vintage Möbel von Anna's LADEN Vintage Möbel von Anna's LADENWelche Fehler habt ihr – jetzt retrospektiv betrachtet – beim Bauen gemacht. Man hört ja immer wieder, dass man im Nachhinein draufkommt, was „falsch“ gemacht wurde.


Anna & Jürgen: „Hmmm, das ist schwer zu sagen. Grobe Fehler fallen uns zum Glück gar nicht nicht ein… außer dass die Garage für Jürgen’s Leidenschaft von alten Autos zu klein ist. Hahaaa :-)
Und die große Schiebetür zwischen Gang und Wohnzimmer haben wir bis heute nicht geschafft zu bauen, da wir ewig darüber diskutiert haben, welche Materialien wir hierfür verwenden wollen (Holz, Glas, rostige Oberfläche, Tafelfarbe…. achhhh noch immer keine Ahnung) und dann wurde der Plan immer wieder aufgeschoben. D.h. am besten alles gleich durchziehen und nichts ‚auf später’ lassen. Sonst bleibt es ewig unfertig und das schaut nicht schön aus.“
Haustour durch ein vom bauhaus-Stil inspirierten Einfamilienhaus nähe KremsWo kann man beim Bauen sinnvoll Sparen? Und habt ihr noch ein paar Tipps die ihr gern mit uns Teilen möchtet?!


Anna & Jürgen: „Am besten viel Eigenleistung hineinbringen und sich bisschen was zutrauen. Hätten auch nie geglaubt mal selbst zu mauern, betonieren, gipsen oder Betonstahl binden ;-) Ansonsten würden wir wirklich jedem beim Hausbauen raten nicht bei den Sachen zu sparen, die man lange hat… wie z.B. Böden, Türen, Fenster usw. Da haben wir geschaut, dass wir zu 100% das nehmen, was uns gefällt und qualitativ hochwertig ist und sind für unsere sanitären Einrichtungen bis nach Bayern gefahren. Alles andere, wie z.B. eine Couch oder Sesseln kann man finde ich schon leichter & günstiger austauschen, falls sie nicht mehr gefallen sollten.

Darüber hinaus haben wir manche Sachen im Zuge des Hausbauens gleich mitgebaut, wie z.B. den Pool und den Kamin. So einfach und günstig wie im Zuge des Hausbauens kriegt man es eh nie wieder hin und man hat im Nachhinein nicht wieder eine Baustelle.“
Homestory, skandinavischer Style auf Wiener Wohnsinn Interiorblog Homestory, skandinavischer Style auf Wiener Wohnsinn Interiorblog Homestory, skandinavischer Style auf Wiener Wohnsinn Interiorblog Wieviel „Jürgen“ ist in die Einrichtung eures Hauses eingeflossen? Seid ihr da teamfähig oder darfst du dich komplett allein entfalten?


Jürgen: „Bei der Einrichtung des Hauses waren wir uns eigentlich immer einig, aber die meisten Sachen wurden schon von Anna vor-ausgesucht. ;) Ich habe mich eher um die technischen Sachen, wie Licht, Hausanlage und die Vernetzung allgemein gekümmert. Und beim Heimkino hat mir Anna auch freie Hand gelassen. Außer bei den alten Sitzmöbeln… die hat sie wieder ausgesucht.“
Ihr seid ja beruflich doch immer wieder mal in Wien! Wo geht ihr gern hin essen oder auf einen Drink?


Anna: „Also ich bin, schon rein aus beruflicher Sicht, öfters in Wien unterwegs als der Jürgen. Wir beide mögen das Motto im 5ten sehr gerne… da waren wir schon öfters essen. Ich mag aber das Motto am Fluss genauso gerne, wie das Café Ansari, die Neni am Naschmarkt oder das Le Bol. Da kann man wunderbar mit Freundinnen einen netten Abend verbringen. Zuletzt waren wir vor Weihnachten im Salonplafond Abendessen und es war wirklich ein wunderbarer kulinarischer Abend. Jürgen ist mit den Jungs eher in kleineren Clubs in Wien unterwegs… wie z.B. im Rhiz, B72, Fluc oder auch in der Grellen Forelle oder in der Arena.“
Badezimmerinspirationen, Hausbau , clean , Badezimmer Ideen  , Wiener Wohnsinn Interior Blog Badezimmerinspirationen, Hausbau , clean , Badezimmer Ideen  , Wiener Wohnsinn Interior Blog Badezimmerinspirationen, Hausbau , clean , Badezimmer Ideen  , Wiener Wohnsinn Interior BlogBestimmt hast du auch ein paar Tipps bezüglich onlineshopping für uns! Wo stöberst du denn gern im Angebot des www und wirst immer fündig?!


Anna: „Uiiii, da gibt es einige. Beim Finnshop, fermLiving oder House Doctor könnte ich viel Geld ausgeben. :-) Aber auch bei Westwing, Bloomingville, Scandinavian Designhouse oder Geliebtes Zuhause bin ich schon öfters fündig geworden. Und bei H&M Home kaufe ich gerne Kissenüberzüge, die ich öfters immer wieder wechsle und dadurch eine andere Stimmung erzeuge. Ich sag’s dir: man kann nie genug Kissen haben!! Ansonsten stöbere ich gerne auf Flohmärkten nach alten Vasen und Sammeltassen und kaufe auch in lokalen Läden, wie die Liebelei,  der Lederleitner in Krems ein.“
Viele Menschen mögen Vintagemöbel, trauen sich aber in ihrem eigenen Zuhause nicht drüber. Was empfiehlst du Menschen die gern wollen, sich aber nicht ganz sicher sind, wie sie den Vintage-Look in ihre eigenen 4-Wände integrieren können.

Am Besten ausprobieren und sich drüber trauen kann ich nur sagen. Man wird es mit Sicherheit nicht bereuen! Viele glauben, dass ein altes Teak Sideboard oder eine glänzendes Kommode nicht zum klassischen Eichenboden passt usw. Da kann ich nur sagen: stimmt nicht! :) Genau dieser Mix macht ein Wohnraum so herrlich interessant, da nicht alles wie im Katalog ausschaut. Außerdem finde ich den Gedanken schön, alten hübschen Möbeln eine neue Chance zu geben.

Man kann sich aber auch auf vielen Interior Blogs auf Instagram oder auf Pinterest inspirieren lassen. Oder mich kontaktieren :-)
das traumhafte Haus von Anna's LadenVielen lieben Dank für die Tour durch euer wunderschönes, inspirierendes Zuhause, liebe Anna & Jürgen. Es hat mir viel Spaß gemacht bei einem Glas Wein euren Erzählungen über den Hausbau zu lauschen und die Fotos eures Traumzuhauses (wenn auch bei sehr schwierigen Lichtverhältnissen) zu machen. Die Kinder haben es übrigens auch ganz wunderbar bei euch gefunden, und das lag ganz bestimmt nicht an Jürgen’s Heimkino, nur an den Mozzarella-Sticks !

PS: Falls ihr Fragen zum gezeigten Interior oder zu Vintagemöbel habt, meldet euch direkt hier bei Anna.  //  Weitere Wiener Wohnsinnige Homestories findet ihr hier.

Und wenn ihr selbst ein wohnsinniges Zuhause habt, das gezeigt werden sollte, meldet euch unter mail@wienerwohnsinn.at , ich würde mich freuen!
Case Study Houses inspiriertes Einfamilienhaus Nähe Krems von Anna's LADEN

7 Kommentare

  1. Danke für die inspirierende Einsicht. Mich hätte interessiert „wie groß die Speis‘ ist“ :) da ich grad auch überlege, ob es möglich ist, die Küche so zu reduzieren.

    (über mich gab’s auch schon mal eine Homestory … aber ich vermute Tirol ist dir zu weit weg :-) )

    • Liebe Daniela,
      unsere Speis‘ hat 4,3 m2 und ist von der Größe her – wie wir zumindest finden – optimal.
      Wir haben auch eine Arbeitsplatte montiert, wo wir die Kaffeemaschine, Brotdose etc. stehen haben. :) LG Anna

  2. Am besten Sparen kann man bei der Einrichtung, in dem man später einfach Raum für Raum neu einrichtet. Es muss ja nicht alles von Anfang an neu sein und man behält sich etwas Spaß für später auf. ;)

  3. Hallo Anna,
    woher habt Ihr denn die schönen Bilder, vor allem das mit den Federn „don’t forget to fly“ gefällt mir sehr gut…
    Insgesamt ist Euer Haus traumhaft 😍

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