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DIY Wand streichen – ultimative Tipps und Tricks

{Werbung/bezahlte Partnerschaft mit ADLER}

Bevor es für uns für zwei Wochen in den wohlverdienten Urlaub geht, möchte ich das lang ersehnte Posting über die Streichaktion im Schlafzimmer mit euch teilen! Weiters werden heute die Gewinnerinnen der Verlosung ermittelt und dürfen somit bald selbst den Farbpinsel schwingen. 



Wie einige von euch ja wissen, waren die Profis von ADLER Lacke aus Tirol zu Besuch in Wien und haben mich in meinem Umstyling-Prozess unterstützt. Schon lange stand es auf meiner To-do-List, das Schlafzimmer umzugestalten, die Wände mit Farbe aufzupeppen und dem Ganzen einen etwas edleren Look zu verpassen.

 Für die Wände habe ich mich natürlich für zwei Farben aus der Alpine Selection entschieden. Für die Wand, an der das Bett steht, wählten wir einen dunkelgrauen Farbton namens „Wildschwein“ (Ich liebe alle 120 Namen aus der handverlesenen Farbkarte!) und an der Wand gegenüber erstrahlt jetzt der Ton „Herzgespann“.

 In meinem Instagram-Profil habe ich bereits ein paar Tipps direkt vom Farb-Profi beantwortet bekommen. Wenn ihr da nochmals reinhören möchtet : Ich habe die Story unter meinem Profil gespeichert!



Wie das Endergebnis aussieht, werde ich euch in den kommenden Wochen zeigen, heute allerdings starten wir mit einem Posting, in dem die Experten von ADLER all eure Fragen beantworten und wir euch viele Tipps & Tricks verraten ( noch mehr findet ihr hier), wie das Streichen in eurem eigenen Zuhause in Zukunft mit Sicherheit wie geschmiert, äh gerollt funktioniert. 

Viel Spaß beim Lesen der Tipps !

Falls es noch offene Fragen von eurer Seite gibt, schreibt es mir gern in den Kommentaren oder per Mail!


1) Ist es sinnvoll, die Malerwalze vor dem Streichen mit Wasser zu tränken?

Ja, ein Auswaschen der Walze – aber auch von Pinseln! – vor der ersten Anwendung ist sinnvoll, um lose Fasern oder Borstenreste zu entfernen. Auch die Reinigung nach dem Abschluss der Malerarbeiten ist leichter, wenn Pinsel oder Walze vorher angefeuchtet wurden. Aber vergessen Sie nicht, das Werkzeug nach dem Auswaschen gründlich auszuschütteln, bevor sie sie in die Farbe eintauchen!


2) Wie klebt man richtig ab, wenn man mehrere Anstriche vornimmt? Soll man nach jedem Anstrich das Abdeckband abziehen, solange die Farbe noch feucht ist, und beim nächsten Anstrich neu abkleben? Oder gibt es eine andere Möglichkeit, ohne dass die Farbe an den Rändern absplittert?

Grundsätzlich ist es am besten, das Abdeckband zu entfernen, wenn die Farbe noch nicht völlig getrocknet ist – der Kantenverlauf wird schöner, die Gefahr, dass die Kanten einreißen, wird vermieden. Allerdings ist das nicht immer möglich, z.B. wenn man mehrere Farbschichten aufträgt. In diesem Fall muss das Abdeckband sehr vorsichtig, langsam und im flachen Winkel abgezogen werden. Das Abdeckband nach jedem Maldurchgang zu entfernen und dann wieder neu aufzubringen verursacht sehr hohen Zusatzaufwand und birgt die Gefahr, dass unsaubere Kanten entstehen, weil das Abdeckband nicht immer exakt an derselben Stelle aufgebracht wird. Siehe zu diesem Thema auch: www.tesa.com/de-de/handwerker/profiwissen/klebeband-entfernen


3) Mein ganz persönliches Problem.: Meine Esszimmer-Wand hat hunderte Wachsspritzer (das Ergebnis einer ungestümen Kerzenausblase-Aktion)- Wie muss ich die Wand vorbehandeln, damit gewöhnliche Dispersion dort beim Neuanstrich wieder fleckenlos haftet?

Diese Frage lässt sich schwer allgemeingültig beantworten, weil es immer von Art und Größe der Flecken sowie vom Untergrund abhängt. Generell sollten Wachsflecken, so sie kleinflächig sind (Durchmesser von wenigen Millimetern), recht gut mit einer Wandfarbe überstreichbar sein. Bei großflächigen Flecken oder auch Ölspritzern (z.B. in der Küche) sollte man sicherheitshalber mit ADLER Entfetter und Schleifvlies vorreinigen. Nach Trocknung (mindestens über Nacht) wird der betroffene Bereich mit ADLER Isolierspray isoliert. Nach ca. einer Stunde Trocknung kann dann problemlos mit der gewünschten Wandfarbe überstrichen werden.


4) Was macht man, wenn man sehr viele Ecken (aufgrund eines Kaminschachtes ) hat und einen Teil der Wände in einer dunklen Farbe streichen möchte? Übernimmt man die Ecken oder spart man sie aus?

Wenn der ganze Raum gestrichen wird, kann ruhig auch diese Ecken gestrichen werden. Wenn jedoch „unvorteilhafte“ Geometrien wie Vor- oder Rücksprünge bzw. ungleichmäßige Kanten und Ecken optisch versteckt werden sollen, ist es besser, diese Bereiche nicht farbig zu betonen, sondern in der im Raum vorherrschenden Farbe zu belassen.


5) Ich möchte die Wände in einer neuen Farbe streichen, die Decke bleibt aber weiß. Die Ecken zwischen Wänden und Decke sind rund – wie streicht man hier richtig? Wo klebt man ab?

Auch hier gilt die Regel von Antwort 4.
Hier hilft es mit einer geraden Linie eine scharfe, waagrechte Kate zu definieren. Die Lage der Kante ist von der Raumhöhe abhängig: Bei einem hohen Raum kann diese Kante niedriger liegen (unterhalb der abgerundeten Ecke), bei sehr niederen Räumen ist es besser, die Wandfarbe etwas in die Decke „hineinzuziehen“, um den Räum optisch höher zu machen.

Do it yourself Wand streichen mit ADLER Lacke
6) Welches Werkzeug ist das beste zum Malen? Tun’s billige Artikel auch oder soll man zu Qualität greifen?

Qualität zahlt sich immer aus. Die beste Farbe wird nur mit gutem Werkzeug zu einem schönen Ergebnis führen. Hier ist Geiz fehl am Platz. Ein Pinsel, der permanent Borsten verliert, ist genauso nervig wie eine Farbwalze, die fusselt oder das Farbmaterial nicht vernünftig aufnimmt und spritzt.
Besorgt euch lieber weniger Werkzeug, dafür aber etwas Vernünftiges. Eine anständige Rolle, ein Abrollgitter, ein guter Heizkörperpinsel kosten rund 25 Euro (z.B. im ADLER Onlineshop oder beim ADLER Farbenmeister), damit lässt sich gut, sauber und ermüdungsfrei arbeiten. Und wenn man die Werkzeuge nach Gebrauch sauber auswäscht und luftig aufgehängt trocknen lässt, hat man ihm viele Jahre Spaß beim Arbeiten.

trendige Farbtoene von Alpine Selection von ADLER Lacke
7) Gibt es eine Formel für Streichdurchgänge je nach Farbe – z.B. Gelb und Rot drei Mal streichen, Blau zwei Mal?

Grundsätzlich decken moderne Wandfarben sehr gut. Auch hier gilt die Faustregel: Höherer Preis = höhere Qualität = höhere Deckkraft. Bei sehr intensiven, leuchtenden Bunttönen (Gelb, Orange, Rot bis Violett) ist es allerdings möglich, dass man auf glatten, weißen Untergründen drei Anstriche ausführen muss, um ein wirklich perfektes Ergebnis zu haben. In den anderen Farbtonbereichen sind maximal zwei Arbeitsgänge nötig.

Do it yourself Wand streichen mit ADLER Lacke
8) Was ist eine Dispersionsfarbe? Worauf soll man beim Farbenkauf achten?

Der Begriff Dispersion beschreibt, vereinfacht gesagt, das bei der Farbe eingesetzte Bindemittel, das die Farbe „zusammen- und auf der Wand hält“ – die so genannte Bindemittelbasis. Je höher der Bindemittelanteil, desto strapazfähiger („scheuerbeständiger“) ist im Normalfall das Produkt.
Diese Strapazfähigkeit kann man sehr gut am Gebinde erkennen, denn seriöse Farbhersteller deklarieren diese Werte am Gebinde nach der europäischen Norm EN 13300. Der sogenannte Nassabrieb gibt Auskunft darüber, wie belastbar die fertige Oberfläche ist (wie in der Schule ist hier die Klasse 1 die höchste – z.B. „Latexfarbe“ –, die Klasse 5 die schwächste). Innenraumfarben sollten zumindest folgende Werte nach EN 13300 am Gebinde ausweisen können: Deckkraft (Kontrastverhältnis): Klasse 2
Nassabrieb: Klasse 3; Produkte mit Klasse 4 oder 5 sowie Produkte ohne diese Kennzeichnung sollte man generell meiden.

Ein weiterer Punkt ist noch der sogenannte Glanzgrad. Auch er wird über diese Norm definiert und ist am Gebinde angeführt. Ideal ist eine stumpfmatte Farbe, sie ist weniger anfällig für Streifenbildung (vor allem auf Decken) und ist leichter ausbesserbar. Daher ist Stumpfmatt für hochwertige Ausführungen unbedingt zu empfehlen.
Kostengünstigere Qualitäten werden nur im Glanzgrad Matt (oder ganz ohne Glanzgrad-Deklaration) gefertigt. Dies senkt den Preis, ist aber aus Qualitätsgründen im hochwertigen Wohnbereich nicht empfehlenswert.
Generell gilt auch hier: Leistung kostet Geld – aber dieses Geld ist gut investiert.

Waende zu Hause selbst streichen mit Tricks vom Profi
9) Was macht man, wenn die Decke ungleichmäßig hängt? Oder nicht gerade ist? Wie geht man in diesem Fall mit der Wasserwaage vor?

Wichtig ist hier, eine gerade Linie zu definieren, an der der Farbkontrast gerade und sauber verläuft. Am besten ist es, mit etwas Abstand zur Decke im obersten Wandbereich eine waagrechte Linie zu ziehen; ist der Raum sehr niedrig, kann man diese Linie auch im Randbereich der Decke (dort, wo die Decke am tiefsten hängt) ziehen. Diese Hilfslinie wird mit Hilfe einer möglichst langen Wasserwaage dünn mit Bleistift angerissen und dann randscharf mit Klebeband abgeklebt.

DIY Wand streichen - ultimative Tipps und Tricks
Zum Schluss noch ein paar Tipps, die ich mir vor Ort gleich notiert habe und die teilweise auch in der Instagram-Story beantwortet wurden:

  • Sperrige Möbel ( sofern diese nicht den Ort im Raum wechseln sollten) umklebt man einfach und lässt die Wandfläche dahinter aus. Wir haben so eine Stelle hinter dem Kleiderschrank, wie wir abgeklebt haben, seht ihr im Bild links oben,
  • Bei dunklen Farbtönen nach dem Abkleben ( Linie immer mit der Wasserwaage und einem Bleistift vorzeichnen!) eine weiße Dispersionsfarbe mit einem flachen Pinsel TUPFEND auftragen, kurz antrocknen lassen und erst dann die dunkle Farbe mit dem Farbroller auftragen. Dieser Trick sofgt dafür, dass wenn eine Farbe durchläuft durch das Klebeband nur die weiße durchläuft und nicht die dunkle. Das Ergebnis sind messerscharfe , gerade Farbkanten!
  • UNBEDINGT ein gutes, qualitativ hochwertiges Klebeband verwenden!
  • Steckdosen wenn möglich abnehmen , das Streichen geht schneller und einfacher und es gibt keine unschönen Übergänge.
  • Das Klebeband nach dem Antrocknen der Wandfarbe ( die Farbe sollte noch feucht sein) schräg nach unten mit Zug LANGSAM abziehen.

DIY Wand streichen - ultimative Tipps und Tricks
Ich hoffe die DIY Wand streichen – ultimative Tipps und Tricks vom Profi haben euch geholfen und euch die Angst vorm Selberstreichen genommen. Mit den wertvollen Hinweisen fällt das Ergebnis in Zukunft bestimmt perfekt aus und das Streichen macht somit viel auch viel mehr Spaß.


Zu guter Letzt haben wir noch mittels random.org die Gewinnerinnen des Gewinnspiels von insgesamt 3x ADLER Innendispersionen ermittelt. Über je einen 9-Liter Farbkübel aus der Alpine Selection dürfen sich freuen:

  • Claudi mit dem Kommentar: „Hi, wir ziehen im Sommer um und werden unsere Wohnzimmerwand dunkel streichen, deswegen passt das Gewinnspiel so perfekt. Ich schwankte lange zwischen „Wildschwein“ und „Schutzhütte“, aber allein der Name sagt schon alles! Das Wildschwein muss zum Wildschwein ;)
    Vielen Dank für die Chance“
  • Anna-Maria mit dem Kommentar: „Liebe Melanie!
    Da Ende Oktober unser ‚little Jürgi‘ 💙 bei uns einzieht, würde für das neue Kinderzimmer die Farbe ‚Steinhuhn‘ perfekt passen. Wir werden gleich die Candybar als Wickelkommode umfunktionieren und die hätte auch gleich ein farblich passendes Dach dazu. :-))
    ganz liebe Grüße Anna“
  • Liesa mit dem Kommentar: Herrliche Farben !

    Beim Anschauen der Farbkarte bekommt man total Lust auf Urlaub in den Bergen. Mir gefällt Zittergras total! Ich würde damit in der Essecke mit der Strukturwalze Akzente setzen, eine Wand im WC und eine Ecke des Kinderzimmers verschönern wollen

Tipps und Tricks zum Selberstreichen
Ein riesengroßen DANKE nochmals an alle, die bei der Verlosung mitgemacht haben. Den Gewinnerinnen wünsch ich viel Spaß beim Streichen der Räume – vielleicht sendet ihr mir ein Before – After der Raumes, den ihr streicht, ich würde mich darüber sehr freuen und es dann auch gern auf Instagram mit allen Lesern teilen.

Ich verabschiede mich nun in den Urlaub, sende euch farbenfrohe Grüße, alles Liebe,
Melanie

Wiener Wohnsinn Interior Blog

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