16. 11. 2014

{home tour} Designer Loft in der Anker Brotfabrik Part I

Die wohnsinnige November – Homestory ist eine, auf die ich mich schon seit Langem freue. Endlich kann ich sie euch zeigen und ich hoffe, ihr findet dieses Designer Loft in der Anker Brotfabrik Part I genauso inspirierend und aufregend wie ich! Ich bekam den Tipp und die Kontaktdaten für dieses unvergleichliche Loft über den Mann einer sehr lieben Freundin. Als Philipp zusagte seine Türen für mich zu öffnen, hab ich mich rieeeesig gefreut ! Als ich dann im Innenhof aus dem Auto stieg und die alte Ziegelbaufassade hochsah, konnte ich mein Glück kaum fassen!


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Ich dachte mir: „Wenn die Wohnung innen nur halb so genial aussieht, wie die Außenfassade, dann ist das der Wohnsinns-Jackpot!“ (Sorry – kleine Wortspielerei am Rande).

 Das Loft – genauer gesagt sind es eigentlich zwei Lofts, denn Philipp nutzt eines als Atelier, und das zweite zum Wohnen – sind wahre Museen. Es gibt so unglaublich viel zu entdecken und fotografieren, dass ich mich dazu entschloss, nicht nur eine Homestory daraus zu bauen, sondern zwei!
Designer Loft in der Anker Brotfabrik Part I
Philipp, der Besitzer dieser zwei Schmuckstücke, ist nicht nur ein sympathischer Mann, sondern ein wahres Multitalent! Er ist Architekt, Künstler, Jäger und Sammler mit einem Hang zu Designklassikern, Antiquitäten, Fossilien und Kunst. Aber fangen wir doch erstmal von vorne an…
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Zuerst möchte ich euch das Atelier zeigen, in dem er werkelt, Kunstobjekte herstellt, Bilder malt und Möbel restauriert – wenn er nicht gerade auf Baustellen Besprechungen hat, Pläne zeichnet oder auf der Suche nach Designobjekten und Industriemöbeln ist.

 Begonnen hat alles vor vier Jahren. Philipp suchte schon seit geraumer Zeit nach seinem Traumloft, bis er es endlich fand.
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Nach langer, intensiver Arbeit über zwei Jahre – und das Tag und Nacht – stellte er Stück für Stück seine Vision fertig. Er zeigte mir Bilder des Rohzustandes, und wenn man den jetzigen Ist-Zustand sieht, mag man kaum glauben, dass es mal so ausgesehen hat, wie auf den Fotos! Philipp erzählte mir, dass er von Anfang an eine genaue Vorstellung in seinem Kopf hatte. Das fertige Ergebnis war also schon vorhanden und musste nur mehr Gestalt annehmen. 

Dazu hab ich ihm ein paar Fragen gestellt, die ihr weiter unten nachlesen könnt!
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1) Lieber Philipp, vielen Dank für die großartige Möglichkeit dein wunderbares Zuhause auf meinem  Blog zeigen zu dürfen! Warum warst du eigentlich auf der Suche nach einem Loft ? Und, was genau ist charakteristisch für einen echten Loftbau ?



Ich wollte unbedingt ein Loft, weil ich den Flair mag, die Großzügigkeit der Räume, es hat einfach einen eigenen Charakter. 
Echte Lofts wurden zwische 1890 – 1900 um die Jahrhundertwende erbaut, meistens in einer alten Fabrik , mit offenem Ziegelbau und Rundbaufenstern. Modern und bekannt wurden sie in den 50igern – 60igern, der Zeit von Andy Warhol, der sich als erster Künstler in ein Loft einmietete und dadurch den Hype um Lofts entzündete.
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2) Wie man gut auf dem oberen Bild erkennen kann, war dein Atelier in einem verwüsteten Rohzustand, als du es kauftest. Wusstest du schon anfangs wie es aussehen werden würde?



Aufgrund meines Architekturstudiums konnte ich mir schon ein klares Bild über das Ergebnis machen. Als ich es kaufte, waren weder Strom noch Wasser vorhanden. Alles musste erst neu angelegt werden. Ich plante mein Atelier selbst, das Dach wurde angehoben, so schaffte ich zusätzliche 30 qm für einen Wintergarten und eine 140 qm große Dachterrasse. Wichtig war mir bei der Planung und dem Ausbau, den ursprünglichen Charme des Lofts zu erhalten.



Designer Loft in der Anker Brotfabrik Part I
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3) Dein Atelier gleicht mehr einem Museum als einem Arbeitsplatz. Wo findet man all diese Dinge?  Du scheinst ein perfekter Jäger & Sammler zu sein… :) 
Ich bin zum Beispiel schon ewig auf der Suche nach einem schönen Architektenstuhl, bis dato aber leider ohne Erfolg.



Ich sehe mich mehr als Sammler, denn als Jäger, das liegt mir quasi im Blut. Meine Eltern sammeln seit jeher zeitgenössische Kunst, so war das Interesse schon früh geweckt. Mit 13 begann ich Fossilien zu sammeln, danach afrikanische und tibetische Kunst. Mit 18 Jahren war mein Interesse an Designklassikern geweckt, welche ich im Dorotheum oder bei Kunsthändlern erstand. Mit der Zeit hat sich jede Menge angehäuft – zum Glück hab ich genug Platz für meine Schätze :)


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Designer Loft in der Anker Brotfabrik Part I
4) Was genau machst du in deinem Atelier?


Ich restauriere hier alte Möbel, stelle Kunstobjekte her und male Bilder, wenn es die Zeit zulässt. Teilweise dient mein Atelier auch als Zwischenlager für neu eroberte Objekte und Möbel. Bald allerdings wird es mit dem Platz ein wenig eng ;)
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5) Wo liegen die Schwerpunkte deiner Interessen? Wenn man so durch den großen Raum sieht, kann man dies als Unwissender auf den ersten Blick gar nicht recht sagen. :)



Ich bin vor allem an Design und Möbeln zwischen 1900 und 1960 interessiert – insbesondere an Stücken aus der ersten Serie, die nur in geringer Stückzahl produziert wurden. Weiters habe ich ein Faible für Wunderkammerobjekte aus dem 17.- 18. Jahrhundert, sowie für alte Schilder.

( Anm. d. Red. : Diese Objekte wird ihr dann im zweiten Teil zu sehen bekommen!)
Designer Loft in der Anker Brotfabrik Part I
6) Kann man dich eigentlich auch kontaktieren / beauftragen, wenn man auf der Suche nach einem bestimmten Sammlerstück ist? So wie ich nach meinem Architektenstuhl?

Ja klar! Ich hab mir über die Jahre ein großes Netzwerk aufgebaut und kann so gut wie alles besorgen, manchmal muss man allerdings ein wenig Geduld haben. Wenn ich weiß, wieviel Budget für ein gewünschtes Sammlerstück zur Verfügung steht,  mache ich mich auf die Suche.  


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Ein wahres Museum, findet ihr nicht auch?! Und glaubt mir, in Echt ist das noch um einiges spannender, als man mit einem Foto jemals darstellen könnte.
 Wunderschöne Apothekerschränke, kleine Kommoden, alte Schilder mit wunderschöner Patina, Köpfe und Masken und vieles andere mehr …  Über eine Treppe kommt man in den lichtdurchfluteten Wintergarten, über den man die große Dachterrasse erreicht. Von dort hat man einen einzigartigen Ausblick über Wien. 


Man kommt aus dem Staunen gar nicht mehr raus und möchte am liebsten das ein oder andere Teil gleich mit nach Hause nehmen, wie zum Beispiel den alten Eisenhocker oder den hellbraunen Aktenschrank – dafür würd ich sicher noch ein Plätzchen bei mir zuhause finden ;) 

Ich hoffe, euch hat der erste Teil gefallen und ihr freut euch schon auf den zweiten, in dem ich euch Phillipps privates Reich zeige!

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Part 2 , nämlich die privaten Räume von Philipp Penz findet ihr hier.
Nun wünsch ich euch einen schönen Sonntag und einen angenehmen Start in die neue Woche!

Alles Liebe,

Melanie
Designer Loft in der Anker Brotfabrik Part I

COMMENTS
EXPAND

[…] das private Reich von Philipp’s Designer Loft in der Anker Brotfabrik Part II mitnehmen. Das Atelier zeigte ich euch ja bereis vor zwei Wochen, und nun öffnet Philipp die Türen zu seiner ganz […]

Wunderschöne Wohnung und auch wunderschöne Fotos :)

LG Tinea

wow, die Wohnung ist wirklich ein echter Jackpot. Ich bin ganz begeistert wie gemütlich und einladend man so ein riesen Loft gestalten kann. Perfekt für wohnsinnige ;D
LG, Martina

Wahnsinns Teil! Schöne Story, gratuliere!

Der Wahnsinn, das ist einfach wunderbar!

Grandios!
Bin absolut begeistert.
Genau so stelle ich mir eine Künstlerwerkstatt vor!!!
Bin schon auf die Fortsetzung gespannt.

Greetings & Love
Ines

[…] sie immer wieder ihre Wiener Wohnsinnige Homestories von wunderschönen Wohnungen. Schaut euch diese hier mal an, einfach nur […]

Herrlich, so viel zu entdecken!
Die alten Schilder haben es mir angetan :-)

LG Maria

… einfach nur WOUW… so toll!!!!

WOw, wunderschön! Ihc bin schon so gespannt auf den 2. Teil! ;)
Liebe Grüße,Sarah

Wow, ein echtes Highlight! Ein Traum – danke fürs Zeigen! Lieben Gruß Lisa

wow, das ist eine traumwohnung! ich liebe diesen stil!

PS ich liebe den Industrielook

WOW, Wunderschöne Raritäten.
Am besten gefallen mir der Setzkasten, der kleine Bock und der große Spiegel.

Was es heißt eine alte Firma umzubauen kann ich aus eigener Erfahrung erzählen.
Wir haben aus unserer alten Plotterfirma sehr schöne Lofts geschaffen, mit sehr viel Hindernissen und Bürokratie. Dafür hat man als Endergebnis etwas einzigartiges.

Klasse Post.

Liebe Grüße

Dragana

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