7. 6. 2020

{mein Wien} GUSTAV EMIL PAULA PAULA

Anders als der Name es vermuten lässt, stehen hinter GUSTAV EMIL PAULA PAULA nicht zwei Frauen und zwei Männer, sondern drei Brüder. Die Gebrüder GEPP vereinen im ersten Bezirk Wiens drei Professionen unter einem Dach und schufen einen Wohlfühlort der Extraklasse. Hier wird nämlich nicht nur Kaffee geschlürft und Torte geschlemmt sondern auch geschnitten, gefärbt und gestylt. 

Mein Wien - Wien Insidertipps von Wiener Wohnsinn
Coiffeur im Kaffeehaus - Wien Tipps von Wiener Wohnsinn

Im September letzten Jahres hat im Museumsviertel eine neue Interiorperle ihre Tore geöffnet und damit die alteingesessene, klassische Kaffeehauskultur Wiens ordentlich aufgemischt. Die typisch wienerischen Kaffeehausstühle, besser bekannt als Thonet 214 findet man auch bei GEPP, doch der Rest ist ganz anders, als man es von einem Wiener Kaffeehaus kennt. Traditionelle Geschichte küsst moderne Gegenwart. Café, Coiffeur & Patissierie mit Schauraum – das gab es in Wien noch nie.
Oder wie die Gebrüder Gepp es so schön formulieren: “Ein Friseurbesuch mit Frühstück. Frühstück mit Torte. Torte beim Friseur. Friseur und Café Latte. Café Latte beim Arbeiten. Bei GUSTAV EMIL PAULA PAULA gibt’s alles unter einem Dach. Eintreten, Platznehmen, Genießen.”

Greissler mit Joseph brot bei GEPP Wien © Wiener Wohnsinn

Hauseigene Greisslerei mit frischem Brot von Joseph Brot

Betritt man GUSTAV EMIL PAULA PAULA wird man vom Duft frischen Brotes begrüßt. Vorne an der Verkaufstheke, die mittlerweile zu einem Mini-Geissler avancierte, kann man nämlich nicht nur einen Becher Coffee-to-go bestellen, sondern auch frische Backwaren und andere leckere Köstlichkeiten wie hausgemachte Marmelade oder Granola erstehen.
Die Stufen rauf wird man mit einem wunderschönen Blick belohnt: auf einen roten Boden, samtig-plüschige Sitzbänke, helle Thonetstühle und hellrosa Marmortischchen. Hier möchte man gerne Platz nehmen, eine Melange genießen und dazu einen Apfelstrudel verspeisen – entweder mit Blick auf das geschäftige Treiben der Babenbergerstraße oder vertieft in eine Tageszeitung.

Wiener Kaffeehaus neu interpretiert von Laura Karasinski © Wiener Wohnsinn Interior Design Blog
Wien Insidertipps Kaffeehaus & Backstube GEPP © Wiener Wohnsinn

GUSTAV EMIL PAULA PAULA

Aber man kann bei GUSTAV EMIL PAULA PAULA auch ganz anders. Nämlich mit Gin Tonic und Foliensträhnchen oder Waschen-Schneiden-Föhnen inklusive Sacher Würstel und einer saisonalen Limonade. Hier bei Gepp geht das.
Im hinteren Bereich des Cafés beginnt nämlich der Friseursalon, wo Florian Gepp und sein Team Kamm und Schere schwingen. Durch das einzigartige Konzept der Brüder schließt das eine das andere nicht aus. Man kann Frühstücken und dann zum Stylen gehen, oder beides gleichzeitig genießen oder mit einem frischen Haarschnitt ein Stück der berühmten Scheiterhaufentorte verkosten.

Friseursalon GEPP Wien © Wiener Wohnsinn

Bei der innenarchitektonischen Umsetzung stand den drei Brüdern Franz-Ferdinand, Fabian und Florian die bekannte Interior Designerin Laura Karasinski zur Seite. Mit diesem Projekt hat sie sich wieder mal selbst übertroffen. Sie interpretierte den Charme und Charakter der Wiener Kaffeehauskultur neu und kreierte einen geschmackvollen, stilsicheren Wohlfühlort.

Wenn ihr GUSTAV EMIL PAULA PAULA selbst noch keinen Besuch abgestattet habt, solltet ihr das unbedingt ändern. Es ist ein Erlebnis für alle Sinne.
GEPP
Babenbergerstraße 7
1010 Wien
Mo-Sa 7:30-19:00
Mehr Wien – Tipps findet ihr hier.

Gustav Emil Paula Paula - Wien Tipps © Wiener Wohnsinn - Design Atelier Karasinski

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[…] Heimatstadt hat sich in den letzten Jahren in der Lokalszene einiges getan (ich berichtete bereits hier und hier von zwei Newcomern). Hippe Bäckereien, schicke Konditoreien, stylishe Restaurants und […]

[…] Die Tapete ist in Zusammenarbeit mit der Verwaltungsakademie des Bundes im Schloss Laudon entstanden. Das paradiesische Bergl-Fresko im Schloss Laudon wurde vom Atelier Karasinski digitalisiert und ist somit das erste Mal außerhalb des Schlosses zu bewundern. Ein weiterer Clou ist die Zusammenarbeit mit Thonet. Das Traditionsunternehmen fertigte zum 200-jährigen Jubiläum eine limitierte Edition des bekannten Stuhl 218 für den Adlerhof – inklusive Gravur des Adlerhof Logos.Auch dieses Projekt aus der Federn von Atelier Karasinski in Zusammenarbeit mit Gerd Zehetner von den Archiguards wurde zum Stern am Wiener Gastronomiehimmel. Ein weiteres Projekt von Laura Karasinski und ihrem Team, welches ich bereits in der Kategorie mein Wien erwähnte ist übrigens GEPP Wien. […]

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